Alexis de Tocqueville Edition by Karlfriedrich Herb, Oliver Hidalgo

By Karlfriedrich Herb, Oliver Hidalgo

Pressestimmen

01.10.2005 / Lesart: Politischer Denker der Moderne "Ein kurzer und präziser Überblick über Tocquevilles wissenschaftlich-politologisches Werk."

Kurzbeschreibung

Wenn ein Aristokrat die Demokratie favorisiert, ein Franzose die Amerikaner lobt und ein Freigeist nach faith verlangt, scheint dies paradox. Tocqueville (1805-1859) beweist, dass der erste Blick oft täuschen kann. Seine Werke werfen Probleme auf, die bis heute ungelöst sind: Wie viel Demokratie darf guy wagen? Gibt es einen Konsens zwischen Eigennutz und Gemeinsinn? Und wie viel Bürokratismus und Politikverdrossenheit kann sich die moderne Gesellschaft leisten? Diese Fragen sind auch nach two hundred Jahren hoch aktuell. Die Autoren schildern Tocquevilles Leben und seine politische Wissenschaft, in deren Mittelpunkt die Frage nach dem Verhältnis von Freiheit und Gleichheit steht. Im Namen der Freiheit mahnte er zu mehr Selbstbestimmung und Verantwortung. Auf diese Stimme sollten wir heute hören.

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An Lockes Eigentumstheorie erinnernd, weist Tocqueville darauf hin, dass die indianischen Ureinwohner das Land zuvor zwar »bewohnten«, jedoch nicht »besaßen«, insofern sie darauf verzichteten, es zu kultivieren. ). Dass diese Ausgangssituation zur Entwicklung einer natürlichen Demokratie führen musste, lag nach Tocqueville an der kulturellen Hegemonie der puritanischen Doktrin. Die Lehre der Pilgrim Fathers, in der die innere Gewissheit und Eigenverantwortlichkeit des Subjekts zentrale Bedeutung gewinnt, musste außerweltliche Dogmen wie das Gottesgnadentum zerstören.

Erst der zweite Band behandelt die e´ galit´e des conditions als Grundaxiom der wissenschaftlichen Reflexionen. Der allgemeine Zusammenhang zwischen e´ tat social und e´ tat politique, Gesellschaft und Staat, wird hier anhand des Vergleiches zwischen Aristokratie und Demokratie entfaltet. Die Konturen dieser Vorgehensweise sind jedoch auch im ersten Band zu erkennen. , 80 – 82). , 80). , 22), weswegen er in seiner günstigen Prognose für Amerika vor allem auf die Wirkungen der mœurs und weniger 58 Über die Demokratie in Amerika auf die Gesetze und die physischen Umstände des Landes setzt.

1831, der die force irr´esistible der Demokratie thematisiert (OC XIII, 1, 233). Gleichheit und Freiheit 35 Niedergang erscheint, ist also in seinen Augen ein Fortschritt; was mich verletzt, findet er gut« (DA II, 484). Tocquevilles Rechtfertigung des demokratischen Egalitarismus besitzt theologischen Charakter. Der christliche Glaube verlangt das politische Prinzip der Gleichheit ante festum. Nicht die Aufklärung, sondern das Christentum stellt jene Zäsur dar, die gegen die Ungleichheitsvorstellungen der Antike opponiert und für den Siegeszug der Gleichheit verantwortlich ist.

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